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Die menschliche Evolution – Gedanken zur aktuellen Zeitqualität

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Kennst du das Gefühl, dass die Zeit nur so an dir vorbei zu rasen scheint und ein Ereignis das nächste jagt oder teilweise gleich mehrere gleichzeitig über einen herein brechen? Das Gefühl, dass vieles, was einmal von Bedeutung war, plötzlich völlig irrelevant erscheint und es manchmal den Anschein macht, dass dein gewohntes Leben auseinander zu fallen droht? Viele Menschen durchleben intensive Zeiten mit mannigfaltigen Möglichkeiten zu wachsen, die jedoch häufig auch sehr herausfordernd und anstrengend sein können.

Auf dutzenden spirituellen Seiten und in unzähligen Büchern kann man lesen, dass wir uns im Aufstieg befinden und sich die Schwingung auf der Erde stetig erhöht. Doch um was geht es bei diesem Aufstieg genau und was hat das mit Schwingung zu tun? Meine persönliche Meinung ist, dass wir uns weiter entwickeln und den nächsten Schritt der menschlichen Evolution durchlaufen sollen. Dies ist weniger eine körperliche Entwicklung, sondern eine Evolution unseres Bewusstseins. Wir entwickeln uns zu Menschen, die Egoismus, Arroganz und Gespaltenheit überwinden und werden uns bewusst, dass der ganze Materialismus und die technologischen Errungenschaften nicht nötig sind, um ein glückliches, harmonisches und friedvolles Leben zu führen. Sie sind im Gegenteil eher hinderlich, da sich unser Verstand zu fest mit ihnen identifiziert. Wir haben einen Verstand, aber wir sind nicht unser Verstand. Wir sind spirituelle Wesen, die sich entschieden haben eine menschliche Erfahrung zu machen und dadurch zu wachsen.

Am Anfang unserer Reise als Menschheit lebten wir in Verbunden- und Einheit mit der Natur, so wie es indigene Völker heute noch tun. Wir waren uns unserer spirituellen Herkunft bewusst, lebten aus dem Herzen heraus und brauchten keine Strukturen im Sinne von Glaubens-, Finanz-, Politik-, Wirtschafts- oder Rechtssystemen, die uns zu erklären versuchen, warum wir hier sind und uns vorschreiben wie wir zu leben haben. Trotzdem waren wir offensichtlich in der Lage grossartige Dinge wie beispielsweise Pyramiden, Stonehenge, Nazca-Linien oder unzählige kolossale Statuen oder Obelisken zu erschaffen, die bis in die heutige Zeit überdauern und uns immer noch Rätsel über deren Entstehung aufgeben.

Als nächster Schritt in der Evolution folgte die Trennung und unser Verstand übernahm die Führung. Wir spalteten uns von der Natur bzw. von uns selbst ab und verloren das Wissen um unsere Herkunft grösstenteils. In der Folge entstanden Religionen, um uns den Sinn des Lebens zu erklären. Später folgte die Wissenschaft, die versucht zu beschreiben auf welchen Gesetzen unsere Welt basiert. Uns wurde erklärt, dass die Welt da draussen völlig unabhängig von uns besteht und nur die Dinge existieren, die wir sehen oder anfassen bzw. verstandesmässig erfassen können. Folglich wurden wir egoistisch und arrogant, da wir einerseits keinen Einfluss auf unsere Aussenwelt zu haben scheinen und andererseits alles, was nicht wissenschaftlich erklärbar ist, als unreal bzw. inexistent deklarieren. Nun leben wir in einer materialistischen Welt, in der das einzige Ziel offenbar technologischer Fortschritt zu sein scheint und die langsam aber sicher an ihre Grenzen stösst. Das Vertrauen in die religiösen Glaubenssysteme nimmt rapide ab. Das Finanzsystem pfeift aus den letzten Löchern. Kaum einer hat noch Vertrauen in die Politik bzw. deren Darsteller. Die Wirtschaft beutet Mensch und Umwelt gnadenlos aus. Gesetze schränken unsere persönliche Freiheit immer weiter ein. Die Umweltverschmutzung bedroht unseren Fortbestand.

Dieser Zustand ist leider nötig, weil der Mensch erst zu Veränderungen bereit ist, wenn der Leidensdruck so hoch ist, dass er keinen anderen Ausweg mehr sieht. Da wir Angst vor Veränderung und dem Unbekannten haben, versucht der Verstand so lange am Alten und Vertrauten festzuhalten, bis es nicht mehr anders geht. Auch wenn ihm dies nicht wirklich dienlich ist. Wir spüren innerlich, dass es so nicht weitergehen kann und eine Veränderung stattfinden muss, wenn die Menschheit überleben soll. Es dämmert uns langsam auch, dass alle materialistischen Produkte und technologischen Errungenschaften uns in dieser Lage nicht wirklich weiter helfen. Immer mehr Menschen sehnen sich wieder nach einem einfachen, natürlichen Leben, in dem wir friedlich und im Einklang mit der Natur existieren und uns mit Dingen beschäftigen können, die uns wirklich Spass machen und unserem Leben einen Sinn geben. Die grosse Frage bleibt jedoch, wie wir dies anstellen sollen und was das alles mit Schwingung zu tun hat.

Vereinfacht gesagt könnte man sagen, dass wir wie bei einem Radio die Frequenz wechseln und uns dadurch auf eine neue Station einstimmen. Genau wie beim Radio gibt es bei dieser Entwicklung eine Phase in der das alte Programm noch immer zu hören ist, wir aber noch nicht komplett auf das neue Programm eingestimmt sind. Dies kann sich wie ein chaotisches Durcheinander von Tönen anhören und in diesem Zustand befinden wir uns gegenwärtig. Die alten Strukturen brechen auseinander und fühlen sich nicht nicht mehr stimmig an. Die neuen Strukturen sind jedoch noch nicht vollumfänglich ersichtlich. Durch unsere Angst zur Veränderung versuchen wir jedoch verzweifelt an den alten Strukturen festzuhalten, bis es uns fast zerreisst. Es fällt uns schwer unsere gewohnte und bekannte Lebensweise loszulassen und damit Platz für etwas Neues zu machen. Zudem beschleunigt sich unsere subjektive Wahrnehmung von Zeit durch die Erhöhung der Frequenz, da alles immer schneller schwingt. Dadurch werden wir aufgefordert, uns auf das zu fokussieren, was in unserem Leben wesentlich und von Bedeutung ist, weil für alle andere Angelegenheiten schlichtweg keine Zeit mehr bleibt. Wir kriegen ebenfalls eine Vorgeschmack, was es heisst im gegenwärtigen Moment zu leben.

Diese Situation kann mangels fehlendem Vertrauen und Verständnis in diesen evolutionären Prozess eine Menge Angst und Unbehagen auslösen. Es fühlt sich zeitweise so an, wie wenn man die Kontrolle verliert oder gar stirbt. Das einzige was tatsächlich einen Kontrollverlust erleidet oder stirbt ist unser Verstand, der wie alles andere auch an seine Grenzen stösst. Das ganze scheinbare Chaos soll uns dazu bringen die verstandesmässige Kontrolle loszulassen und uns im Herzen wieder mit uns selbst zu verbinden. Wenn im Aussen nichts mehr existiert, was einem die gewohnte Sicherheit oder Orientierung geben kann, bleibt uns nur der Weg in unser Inneres – genauer gesagt in unser Herz. Ein bekanntes Sprichwort besagt, dass der Verstand ein guter Diener, aber ein schlechter Herr ist. Besonders in unseren Breitengraden ist jedoch genau der umgekehrte Zustand der Normalfall. Wir sind die Sklaven unseres Verstandes, der niemals ruhig ist und uns ständig antreibt etwas tun oder etwas erreichen bzw. beweisen zu müssen. In den wenigen Momenten der Stille trauern wir der Vergangenheit nach oder sorgen uns um die Zukunft. Wir flüchten in äussere Beschäftigungen oder bekämpfen unsere Gefühle, nur um uns nicht mit uns selbst auseinander setzen und uns unseren Ängsten stellen zu müssen. Kaum einmal sind wir wirklich in unserem Herzen bzw. in der Gegenwart und lassen unsere Gefühle einfach zu.

Ich bin der festen Überzeugung, dass unsere Aussenwelt ein exakter Spiegel unserer Innenwelt ist. Wollen wir also eine Veränderung im Aussen bewirken, müssen wir uns mit den entsprechenden Ursachen in unserem Inneren auseinander setzen. Wir müssen wieder die Verantwortung für unser Leben übernehmen und aufhören die Schuld für unsere Probleme einem anderen zu geben. Gerade in der heutigen Zeit, in denen sich die Proteste über den aktuellen Zustand dieser Welt mehren, beobachte ich immer wieder, wie allem und jedem die Schuld für unsere missliche Lage zugeschoben wird. Deshalb verwundert es mich auch nicht besonders, dass wir beispielsweise im Finanzsystem eine Schuldenkrise sehen. Wer will schon Schuld sein an der Misere und die Verantwortung dafür übernehmen? Einige wollen das gegenwärtige System im Aussen mit ihrem Verstand bekämpfen, merken jedoch nicht, dass die Ursachen dafür in unserem Inneren sind und dieser Kampf deshalb absolut aussichtslos ist. Solange wir nicht bewusstseinsmässig erwachsen werden und in die Selbstverantwortung kommen, wird sich am jetzigen System rein gar nichts verändern. Es würde auch nichts bringen, wir würden einfach neue Führungspersönlichkeiten auserwählen, die für uns die Entscheidungen treffen, weil wir immer noch Angst hätten etwas falsch machen zu können und uns damit zu Schuldigen zu machen. Im Bewusstsein sind wir wie Kinder, die einen grosse Unordnung veranstaltet haben. Wir geben uns gegenseitig die Schuld für das Chaos und hoffen darauf, dass die nachfolgenden Generationen dann aufräumen. Wir würden ja gerne unsere Aussenwelt verändern, aber uns selbst zu ändern widerstrebt uns zutiefst.

Wenn wir wirklich nachhaltig etwas verändern wollen, muss jeder bei sich selbst anfangen. Nur wer sich selbst liebt und akzeptiert, wie er ist, kann dies auch mit seinen Mitmenschen tun. Nur wer mit sich selbst im Frieden und Einklang ist, kann dies auch mit der Welt sein. Nur wer sich seinen Ängsten stellt, die Verantwortung für sein Leben übernimmt und sich aus der Opferrolle befreit, hat die Möglichkeit etwas zu ändern und kann ein Vorbild für andere werden es ihm gleich zu tun. Genau an solchen Vorbildern mangelt es in dieser Welt. Die meisten Führungspersönlichkeiten wollen uns vorschreiben, was wir zu tun haben, sind aber nicht bereit mit gutem Beispiel voranzugehen. Dieser Weg ist nicht immer angenehm und bringt uns oftmals an unsere emotionalen Grenzen. Deshalb wollen ihn auch nur wenige konsequent bis zum Ende gehen. Denn wir müssen dabei schonungslos ehrlich zu uns selbst sein und in unsere tiefsten Abgründe hinunter steigen und diese als Teil von uns selbst annehmen. Sich selbst wirklich bedingungslos mit allen unseren scheinbaren Unzulänglichkeiten zu lieben, ist wohl eine der grössten Herausforderungen. In unserer Aussenwelt ist von klein auf alles an Bedingungen geknüpft, weshalb es uns so schwer fällt einfach einmal wertungsfrei Ja zu uns selbst zu sagen. Es ist jedoch der einzige Weg für wahre Veränderung. Ansonsten suchen wir uns nur einen neuen Name oder eine neue Verpackung für ein bestehendes System, bleiben aber entwicklungsmässig stehen. Ein jeder von uns hat also die Möglichkeiten eine Veränderung auf dieser Welt zu bewirken, indem er sich innerlich liebt und akzeptiert.

Der Weg in eine neue Zukunft kann deshalb nur über das Herz beschritten werden. Erst wenn wir verstandesmässig kapitulieren, mit dem Kampf aufhören und uns selbst eingestehen, dass wir zwar weit gekommen sind, aber dennoch dieses innere Unbehagen mit nichts ausser Eigenliebe zu füllen vermögen, kann sich etwas im Aussen verändern. Wir müssen wieder lernen alles und jeden bedingungslos zu lieben und uns von unserem Herz leiten lassen. Wir müssen unsere Trennung von unserem inneren Wesenskern und den damit verbundenen Schmerz transformieren und den Einklang mit uns selbst und der Natur wiederentdecken, wie es die indigenen Völker vorzeigen. Das heisst nicht, dass wir wieder in Höhlen oder dergleichen wohnen sollen. Wir können Technologien wie beispielsweise den Quantum Energy Generator nutzen, damit wir eine Welt der Fülle erschaffen können. Eine Welt in der technologische Errungenschaften zum Nutzen aller eingesetzt werden und in der es möglich ist fortschrittlich zu leben, ohne dass wir dabei unseren Planeten zerstören. Es liegt an uns, ob wir diese Gelegenheit zur Weiterentwicklung nutzen, wieder lernen unsere Herzen zu öffnen und somit diese Liebe auch in unserer Aussenwelt manifestieren. Mein bester Freund pflegt zu sagen: “Alles ist Liebe, wenn du alles liebst“ und das ist exakt der Ansatz den wir auf unserem evolutionären Weg verfolgen sollten.

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Markus Baer

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2 Kommentare zu “Die menschliche Evolution – Gedanken zur aktuellen Zeitqualität

  1. Klara

    Lieber Markus, ich bin vor kurzem auch zu so einer Erkenntnis gelangt und bin fasziniert meine Meinung hier wieder zufinden, auch wenn nicht ganz identisch. Ich würde dir gerne einen Text zusenden den ich vor kurzem geschrieben habe. Lg Klara

    Reply
    • Markus BaerMarkus Baer Post author

      Vielen Dank für deinen Kommentar liebe Klara. Natürlich kannst du mir einen Text zusenden, bin schon sehr gespannt :-) Am besten schreibst du mir auf: m.baer@magazineins.com
      Liebe Grüsse
      Markus

      Reply

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