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Umsonstläden im Trend

Umsonstladen

Einen Schritt von der kapitalistischen Gesellschaft in die neue sozialere Gesellschaft, eine Gesellschaft ohne Geld. In den Umsonstläden suchen Sie vergeblich nach Preisen oder der Kasse. Alles ist umsonst. Verschiedenste Gegenstände werden kostenlos abgegeben und andere Güter können gratis von den Umsonstläden mitgenommen werden, unabhängig davon, ob man etwas gebracht hat oder nicht. Seit März 1999 ist das nicht kommerzielle Projekt schon erfolgreich. Gegründet vom Arbeitskreis Lokale Ökonomie Hamburg. Gleich in den ersten Wochen brachten ihnen die Menschen viele Sachen, die sie für “zu schade zum Wegwerfen” hielten. Alle können diese Gegenstände zum persönlichen Gebrauch mitnehmen. Die Öffnungszeiten sind gut besucht. Mittlerweile gibt es in Deutschland und Österreich über 60 Umsonstläden was klar ein Bedürfnis erkennen lässt. Gerade in den letzten Jahren stossen soziale Projekte wie auch “Foodsharing” oder “Die Gemeinschaft” auf Anklang in grossen Teilen der Bevölkerung. Auch in den Niederlanden gab es parallel eine ähnliche Entwicklung. Es gibt auch einen in Israel. Immer noch sind welche in Gründung.

Neben den Umsonstläden sind weitere Projekte wie Kleinmöbellager, Freie Uni Hamburg, Umsonstfest, Fahrradwerkstatt, Reparatur-Werkstatt, Saatgut für alle und fünf weitere Projekte entstanden.

„In unserer Wegwerfgesellschaft sollen Waren einfach länger gebraucht werden“, wünscht sich Regine Beyß. Der Umsonstladen ist also ein Zeichen gegen die Ressourcenverschwendung im Wirtschaftssystem. Außerdem soll das Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden: „Die Leute sollen mehr zueinander finden und sich gegenseitig unterstützen“, erhofft sich die 24-Jährige.

Quellen:

www.ak-loek.de

www.umsonstladen.de

www.umsonstladen.at

www.heute.de

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T. Thuer

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Mensch und Journalist aus Leidenschaft

3 Kommentare zu “Umsonstläden im Trend

  1. Raziela

    Die Idee der “Umsonst-Läden” finde ich grandios! Es gibt in der Tat einiges, was zum Wegwerfen viel zu schade ist – und bei uns in Österreich ist es so, wenn dann was zum Recyclinghof gebracht wird und jemand gefällt dies oder das – dann darf er es leider nicht mitnehmen oder er wird als Dieb behandelt! Für mich in keiner Weise nachvollziehbar. Meine Frage, lieber Tino: gibt es auch in Österreich “Umsonst-Läden” und ggf. wo? Mein Wohnort ist in Tirol. Herzliche Grüße, Raziela

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    • T. ThuerTino Thür Post author

      Hallo liebe Raziela, herzlichen Dank deinen Kommentar. In der Schweiz ist es bei den Entsorgungsstellen (Recyclinghof) leider genau so. Ich finde die Idee auch grossartig! Wir sind bereits daran, einen Umsonstladen auch bei uns (Rheintal, Schweiz) zu eröffnen. In Österreich gibt es Umsonstläden in Innsbruck und in Wien http://www.umsonstladen.at/. Falls du noch von weiteren Umsonstläden in Österreich erfährst, wäre ich dir sehr dankbar wenn du mich informierst. Nochmals herzlichen Dank und liebe Grüsse ins Tirol, Tino

      Reply
  2. Frank

    Hallo,
    was für eine reichhaltige Seite. Umsonstläden…wo gibt’s was umsonst? Möchte meinen beiden Vorgängern beipflichten, in Deutschland ist es nicht anders. Aber es liegt wohl an der Gesellschaft, was keiner mehr braucht oder geringe Gebrauchsspuren hat oder einen leichten Fehler, wird weggeworfen.
    Aber warum wohl??? Na die Wirtschaft will doch wieder und nur NEUE Waren verkaufen!
    Wie ist denn das Händling in so einen Laden? Kann da jeder rein und sich nehmen was er braucht? Gibt es Regeln oder Beschränkungen?
    Finde, es ist eine gute Idee, aber man muß an die Artikel ran kommen.
    Internette Grüße aus dem Erzgebirge, Frank

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