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Walk as if you are kissing the earth with your feet

dem Leben leben schenken

Wir Menschen tendieren zu meinen, dass wir nur glauben sollten was wir sehen, dabei entgeht uns oftmals zu sehen was wir glauben. Viele von uns leben mit Zweifeln und Ängsten, wir erkennen zwar, dass diese unseren Fluss blockieren, unsere Gefühle unterdrücken und unser Herz zum Schweigen bringen, leben aber unser ganzes Leben mit ihnen. “Glauben ist nicht Wissen”: sagen wir – Zweifel ist aber auch nicht Wissen. Ich denke, der Glaube kann unser Begleiter zu einer neuen Wahrheit sein und dass der Zweifel uns nur immer wieder auf altbekannte Wege führt.

Das was sich hinter dem Herkömmlichen verbirgt, können wir nicht mit den herkömmlichen Sinnen oder Verstand einfordern. Die auf Beweisen beruhende Verstandeswahrheit ist sowieso ein launischer Zeitgenosse: Wir haben die Welt lange für eine Scheibe gehalten, unsere Heiler haben einst geglaubt Wasser und Luft würden krank machen und erst seit kurzem sind wir der Meinung, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben sollten. Wir sollten die Mehrheit nicht mit der Wahrheit verwechseln und beginnen die Wahrheit mit dem Herzen zu suchen.

Die Natur schenkt uns eine Stille, die wir oft fürchten und von der wir davonlaufen. Wir fürchten uns auch vor dem Alleinsein, die hinter der Stille lauert. Dieses Geschenk der Natur sollten wir annehmen und sie regelmässig besuchen. Dort finden wir die Freiheit, in dem wir im Alleinsein lernen uns selbst zu genügen. Erst wenn wir uns selbst genügen und der Lärm im Aussen schweigt, schwindet unsere innere Unruhe und eine neue Verbundenheit wird in uns erwachen. Eine echte Verbundenheit, die keine Erwartungen an die Mitmenschen stellt. Ein zartes Band, das uns mit Allem vereint. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass im Alleinsein unser Herz weit wird: es spürt, es hört, es sieht und es weiss.

Gegenwärtig steht jeder Einzelne von uns vor einem Scheideweg. Wir haben die Wahl uns noch tiefer in die technisierte Verstandeswelt hineinzubegeben und uns noch weiter von der Natur zu entfernen oder wir entwickeln ein neues Verständnis des Miteinanders, global und unter Einbeziehung aller Lebensformen. Es ist wichtig, dass wir diese Entscheidung für uns allein treffen, ganz gleich welcher Weg unsere Mitmenschen einschlagen. Vielleicht fehlen uns Mut und Zuversicht um einen kaum begangenen Weg zu beschreiten oder wir denken, was können wir schon als Einzelne ausrichten. Es geht nicht darum allein die ganze Welt zu verändern, es geht um uns als Einzelner und um unsere ganz persönlichen Erfahrungen in dieser Welt zu machen, in ihr zu wachsen und andere Menschen in ihrer eigenen Entwicklung zu inspirieren. Wir sollten mit dem Herzen um das Heil der Erde sorgen, in dem wir für sie was tun. Hoffnungslosigkeit und Frust rauben uns nur Kraft, die wir zur Formung unseres Wesen und zur Demonstration unserer Ideale brauchen. Es geht um unser ganz persönliches Wachstum, um die Verwirklichung der Vision, die wir von uns selber haben.

Tun wir es doch den Bäumen gleich, jeder Einzelne strebt sein eigenes Wachstum an und trägt dennoch zum Gleichgewicht des Waldes bei. Egal wie unterschiedlich sie auch sein mögen. Ein weiser Mensch sagte einmal: Die Wahrheit ist gar nicht so schwer zu finden, schwer ist nur einen Menschen zu finden, der sie sucht. Die Wahrheit sollten wir suchen, aber nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen. Denn ich denke, haben wir erst einmal zu unserer wahren Natur gefunden, dann kann uns niemand mehr was vormachen – einschliesslich wir selbst.

Inspiriert durch die Weisheiten der Natur.

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S. Garcia

Über S. Garcia

Deeply in love with nature.

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